Freitag, 19. März 2010

Zwischenstand

Mahlzeit !

Leider klappt das mit der Berichterstattung während der Rally nicht so. Die Infrastruktur in Nordafrika ist doch etwas anders und mit dem UMTS Stick ist das auch nicht so toll.

Sitze gerade auf der Hotelbar-Terrasse und genieße die Sonne. Das mit der Rally hat sich für mich leider gestern erledigt. Bin gestern leider eine vermeindlich kleine Düne zu schnell gefahren und hab die bei der Landung den Arm ausgerenkt ... mist.

Unser schwarzer Defender schlägt sich tapfer und liegt bei den Amateuren mit Abstand auf Platz 1 und konnte sogar einen Desertwarrior hinter sich lassen. Drückt den beiden die Daumen, dass sie die Position halten können.

Schon einmal vorweg genommen ... das hier ist ein tolles Erlebnis und das mit der Schulter ist auch nicht so wild.
... nach einer kleinen LSD Dröhnung wurde der Arm wieder eingerenkt.

Sonntag, 14. März 2010

Die grüne Wildsau hat's geschafft

Man kann ohne weiteres sagen, dass die grüne Wildsau durch die Jahre (es sind 29, hatte mich im letzten Beitrag vertan) und vor allem durch den TÜV vor der Tour schon leicht angeschossen war. Aber dieses Tier kennt ja irgendwie keinen Schmerz. Nach einer 4-wöchigen Kur bei Pfleger Maik bekam die Sau vom Hausarzt das OK für die lange Reise. Man stelle sich vor, dass das Viech mit der Typbezeichnung GE280 in den letzten Tagen 2424km in 44 Stunden zurückgelegt hat. Dabei bekam sie 12 Stunden Pause. Ihren schnellsten Lauf hatte sie kurz vor Zieleinlauf mit 106 Navi-Km/h, so dass sie mit ihrem Po schon leicht am wackeln war. Elefanten nahmen ihr oft den Gegenwind, so dass sie mit ca. 20 Litern Wasser bleifrei auskam … dazu kamen noch 10W40 Vitamine und die Zuneigung der Schweine-Hirten. Vielleicht wollte die Sau auch nur aus der scheiß Osteroder Kälte raus, hinein in den 15°C warmen Stall in Almeria. So am Anfang der Fahrt wurde dem Tier irgendwie nicht richtig warm. Die Schweinehirten klebten ihr dann das Maul zu und es wurde warm. Heute Abend geht’s nach Marokko … da darf sie anstatt in den Harzer Wäldern mal im afrikanischen Sand spielen.

Freitag, 12. März 2010

Packen und die Fahrt nach Almeria

Nachdem wir im Laufe des Tages noch einige Dinge erledigen und die letzten Sandschaufeln im Defender fixieren mussten, starteten wir um 20:30 Uhr das Beladen wir Fahrzeuge, d.h. alles rein in die Autos, den „G“ vor den Anhänger gespannt, LC4 drauf und last but not least Defender aufladen. Unter Beobachtung einiger Schaulustigen hatten wir dann um 21:30 Uhr den letzten Gurt festgezogen. Wie geplant folgte das Pizza essen. Kurz nach 22:00 Uhr machten wir uns dann auf den 2.400 km langen Weg nach Almeria. Die Kassler Berge waren für den „G“ natürlich eine Herausforderung … im 2. Gang kämpfte sich das 19 Jahre alte Försterauto die Berge hoch. Unglaublich. Zwischendurch wollte das Stützrad des Anhängers auch mal kurz mitfahren und zwang uns zu einem kurzen Stop auf dem Standstreifen. Nach ein Paar Fahrerwechsel stand eine 90 minütige Schlafpause in Mühlhausen an … durch das kalte und zum Teil verschneite Frankreich geht’s nun weiter in Richtung Lyon. Gestärkt durch ein € 19,40 Frühstück, bestehend aus 3 Milchkaffee, 3 Gebäckteilchen und etwas Nutella/Honig fahren wir nun bei Sonnenschein dem Ziel entgegen.

A bientot

Mittlerweile sind wir nach nun fast 24h Fahrzeit in Spanien eingetroffen und übernachten in Vilafranca del Penedes. Morgen um 8:00 Uhr geht's dann weiter. 800km liegen noch vor uns.

Samstag, 13.03.2010 .... 8:15 Uhr. Gestern Abend sind wir alle 3 förmlich ins Bett gefallen und konnten doch alle bestens schlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück geht's nun weiter auf der Autobahn in Richtung Tarragona. 740 km noch bis Almeria. Der grüne "G" läuft wie Sau und schleppt die über 3t Last mit 90 km/h laut Navi über die Bahn. Gegen Abend gibt's dann noch ein Paar Fotos und einen längeren Text .... mit dem UMTS Stick dauert das etwas zu lange.

hasta luego.


Mittwoch, 10. März 2010

Morgen geht's los !

Leider hat das mit der Fortsetzung der Kurzgeschichte nicht geklappt. Hatte wirklich 3x angefangen und immer wieder alles verworfen. Der nächste Vorsatz ist, den Blog als Tagebuch weiter zu führen ....

Die Arbeiten an den Fahrzeugen sind fast vollendet. Meine KTM ist nun eine "Rallye-Light-Version" und der Black Landy meines Bruders darf sich eigentlich jetzt Rallye Defender nennen. Ein Paar Schrauben fehlen überall noch, doch die großen Baustellen sind erledigt. Morgen dann noch das große Packen, um 20:00 Uhr Pizza essen mit anschließender Abfahrt ins 2.400 km entfernte Almeria. Der Ursprünglich geplante LKW-Transport viel aus Kostengründen ins Wasser, so dass nun unser Service-Fahrzeug als Lastenesel erhalten muss. Das wird das erste Abenteuer in den 2 Wochen.

Die Aufregung steigt ..... bis morgen.

Freitag, 29. Januar 2010

Abnehmen durch Faulheit

Vorwort

Hallo liebe Leser !
Bin schon die ganze Zeit am überlegen, wie ich diesen Blog fortsetzen soll. Die Beiträge sind ja so ganz lesbar, doch irgendwie fehlt etwas das Salz in der Suppe. Auf dem Klo, später ggfs. auch Thron genannt, kam mir dann der Einfall: Schreibe einfach Kurzgeschichten. Eigentlich ist das nicht auf meinem Mist gewachsen, (da ich grad auf dem Thron saß, wurde mir bewußt, wo dieses Sprichwort herkommt) sondern mein aktuelles Klobuch beinhaltet nett geschriebene Kurzgeschichten. Auf geht's ... ich werde wohl zum Teil etwas übertreiben und/oder ein Paar Dinge dazu dichten. Es läßt sich wohl auch nicht vermeiden, ein Paar Personen aus meinem Umfeld mit ins Spiel zu bringen.

Der 6. Januar 2010 war eigentlich ein ganz normaler Tag. Wieso so oft lag ich etwas länger im Bett. Der Gastronomenjob hat ja neben schlechter Bezahlung und unglücklichen Arbeitszeiten auch den Vorteil, mal morgens länger im Bett bleiben zu können. Dies nutze ich immer gern aus. Um 8:55 Uhr starten die RTL-Daily-Soaps auf einem PayTV-Sender ... da geb ich mir dann das volle Programm. Und irgendwann trumpfe ich ganz stolz bei meinen Mitarbeitern mit dem Soap-Wissen auf. Mittlerweile glaube ich aber, dass die nun ein anderes Bild von mir haben ... da hat der Chef morgens wieder faul vor dem Fernseher gesessen ... oder in meinem Fall gelegen. Vielleicht doch etwas peinlich.

Spontan beschließe ich an diesem Tag, etwas meine Wohnung aufzuräumen. Hört sich ja mal gut an. Ein Beschluß ist ja der erste Schritt zur Bekämpfung der Faulheit. Ein Hauch von Stolz kommt auf und ich klopfe mir leicht auf die Schulter. Zu meiner eigenen Überraschung trete ich ins Wohnzimmer, andere nennen diesen Raum Stube, und überlege den nächsten Schritt. Normalweiser endet an diesem Punkt immer das Aufräumvorhaben, doch an diesem 06. Januar 2010 scheint alles anders zu sein. Schnell ist ein Müllbeutel zur Hand und ich entsorge alles unnütze Zeugs, welches sich so angesammelt hatte. Nein, Ihr wollt nicht wissen, was da alles zum Vorschein kam. Hinter meinem gelben Sessel, den ich eigentlich schon längst mal entsorgen wollte, kam er dann zum Vorschein: Der Gutschein für 2 Monate Fitness-Center. Einst, d.h. in diesem Falle so ca. vor 2 Jahren, als mein Bruder dachte, ich sei zu fett geworden, womit er vielleicht sogar recht hatte, bekam ich ihn als Weihnachtsgeschenk. Genau diesen Gutschein hatte ich schon einmal in einer stundenlangen Suchaktion aufspüren wollen, aber ohne Erfolg. Gutscheine scheinen irgendwie wie Frauen zu sein: sucht man eine, findet man sie nicht, aber irgendwann trifft man sie. Dieser Fund war so außergewöhnlich, dass die Aufräumaktion erstmal beendet wurde.

Schon seit November bin ich am Abnehmen. Eigentlich sollte das für "Faule" kein Problem sein. Doch genau an dem Punkt der Essensbeschaffung treten sie besonders gern in Aktion. Da wird eingekauft, gekocht, Essen bestellt ... usw. Das macht doch irgendwie keinen Sinn. Wieso sitzt der Faule nicht vor dem TV und hungert vor lauter Faulheit ? Folglich entwickelte ich verschiedene Abnehmen-durch-Faulheit-Theorien:

1. Du bist so faul, dass Du nur alle 4 Stunden essen kannst.
2. Du bist so faul, dass Du es nicht schaffst, eine Kiste Bier zu kaufen, geschweige denn, sie im Getränkemarkt sie an die Kasse zu tragen.
3. Du bist so faul, dass Du es im Supermarkt nicht bis an die Schokoladen-Regale schaffst.

Gern könnt Ihr mir weitere Theorien per E-Mail zusenden !

Diese Theorien setzte ich nun um. Am 2. Weihnachtsfeiertag besiegte mich zwar kurz die Faulheit, was wohl daran lag, dass mir mein Bruder das Bier an den Tisch brachte, doch so insgesamt nahm ich fast 7 Kilo durch Faulheit ab. Das hört sich toll an, oder ? Schnell wurde mir aber klar, spätestens jetzt mehr durch Faulheit nicht abzunehmen ist. Die 180°-Wende musste her. Der Kampf gegen die Faulheit. Am 07. Januar 2010 nahm ich den Gutschein für das Fitness-Center, setzte mich ins Auto und fuhr, für einen Faulen völlig untypisch, ins Fitness-Studio. Nein, ich wollte nicht trainieren, sondern nur mal kurz mit meinem Gutschein wedeln und "Hallo" sagen. An dieser Stelle muss ich noch mal um Verständnis bitten, denn dem Faulen ist es wirklich nicht möglich, mehr als eine Fliege mit der Klappe zu schlagen. Trotz des Alters, nicht meines, sondern des Gutscheines, akzeptierte die nette Blondiene im Büro des Fitness-Studios meinen Gutschein und alle Türen für etwas Fitness waren nun geöffnet. Das ist so, wie die Entscheidung aufräumen zu wollen ... ein Hauch von Stolz kommt auf und ich klopfe mir leicht auf die Schulter (ich hab die Textstelle aus Faulheit von oben einfach kopiert).

Die Tage gingen ins Land und ich setzte nicht einen Fuß ins Fitness-Studio, sondern zog es vor, zu Hause auf dem Hometrainier etwas zu radeln. Hier kam mir wieder meine morgentlich Bettfaulheit zu gute, denn dadurch fand ich meine Liebe zu den Daily-Soaps, die mich dann auch abends 60 Minuten auf dem Rad verweilen bzw. treten ließen. Meine Schwägerin versuchte mich 3mal mit ins Studio zu schleifen, doch die Faulheit, wahrscheinlich durch das Abnehmen noch verstärkt, siegte immer. Ich nenne das mal den Jojo-Effekt meiner Abnehmtheorie. Also musste etwas her, was stärker als die Faulheit ist. Lange viel mir hier nichts ein. Es war der 22. Januar 2010 als ein 1,90m großer Feuerwehr-Mann aus Lübeck mich auf die Antwort brachte bzw. die Antwort in mir erzeugte. Mehr dazu in meiner nächsten Geschichte ... Fortsetzung folgt.

Samstag, 17. Oktober 2009

Saisonabschluß 2009 - Die letzte Tour hatte es in sich

So langsam kann ich wieder meine Gliedmaßen flüssig bewegen ... das war echt das schlechtes Wetter, das ich dieses Jahr auf einer geführten Tour hatte. Schon am Freitag hatte es nahezu den ganzen Tag geregnet und die Motorradgäste liefen tropfend bei mir ein. Heute morgen ein ähnliches Bild ... Regen, allerdings nur leicht und zum Mittag hin war Besserung angesagt. Um 11:00 Uhr ging's los. 2 Teilnehmer entschieden sich kurzfristig, doch lieber die Osteroder Innenstadt unsicher zu machen und ließen Ihre Motorräder in der Tiefgarage zurück. Ich muss aber sagen, dass ich das völlig OK fand, denn es war von Anfang war klar, dass es keine Blümenchenpflücker-Tour wird. Morgens schauten wir noch auf das Wetterradar und ein Paar Webcams im Harz zeigten uns den Oktober-Schnee. "Wir machen ein Foto im Schnee !" Ja, schon etwas verrückt. Mein Endurohelm musste diesmal auch zu Hause bleiben, da er für diese Temperaturen gänzlich ungeeignet ist. Bei den Klamotten ging ich nach dem Zwiebelprinzip ... wobei sich später recht schnell herausstellte, dass meine ach so gewaltigen Alpinestar Tech6 Schuhe zu schnell naß wurden und das leider nicht nur aussen.

Über die Harzhochstraße tourten wir nach Clausthal-Zellerfeld und weiter bis auf 800m Höhe. Hier war die Schneegrenze. Also sofort rechts ran ... der Parkplatz war schon zugeschneit und die Straße war auch nicht ganz schneefrei. Also schnell abgestiegen und Fotos gemacht. Wir mussten natürlich umdrehen. Die Kälte in Verbindung mit der Nässe zeigte erste Wirkung. Eine kurze Pause im Warmen musste her --> die kleine Harz-Alm "Zur Rast" in Altenau stellte sich als ideale Location heraus. Uns erwartete ein nettes Nebenzimmer mit Kamin und dazu eine heiße Schokolade. Unsere Kleidung wurde perfekt getrocknet und erwärmt. Als i-Tüpfelchen gab's von der Wirtin noch Tücher für die Visier-Trocknung-Reinigung.

Nach ein Paar Fotos an der nahezu leeren Okertalsperre, ging's über Wernigerode und Blankenburg nach Thale zum Hexentanzplatz. Wiederholt ärgerte ich mich über die Parkgebühr für Motorräder, doch ausserhalb parken und laufen ist auch doof. Oben gab's dann wieder den obligatorischen Kakao und zu unserem Glück kam genau in dieser Zeit ein Regenschauen vorbei, der, man mag's kaum glauben, einen Kakao lang dauerte.

Über den Harz fuhren wir dann wieder zurück in Richtung Hotel. Hinter Hasselfelde freute ich mich über den blauen Himmel ... doch er war leider im Rückspiegel zu sehen. Vor uns lag der dunkle Südharz. Auf Höhe der Odertalsperre setzte der Regen etwas stärker ein, doch der Wunsch nach einer warmen Dusche konnte die widrigen Bedingungen etwas ausgleichen.

Insgesamt sind wir heute ca. 220km gefahren, die Temperaturen lagen zwischen 1,5°C und 6°C .. dazu kam Regen und Schneeregen. Unser Tempo war mäßig, denn bei der Kälte und Nässe inkl. Laub auf der Straße war die Sicherheit an erster Stelle. Trotzdem hat es Spaß gemacht !!!

Für dieses Jahr war es die letzte geführte Tour für mich. Also Saisonende. Wie auch heute, stand die Sicherheit immer an erster Stelle. Bis auf einen Motorradgast (seine Yamaha XS650 hatte ein Elektrikproblem) konnten alle in ganzen Stücken die Heimreise antreten. Und ich gehe auch davon aus, dass Sie trotz manchmal verregneter Tage Spaß am Hobby Motorrad hatten. Für 2010 plane ich zur Zeit ein Paar Specials ... wie z.B. eine John Sinclair Tour, bei der wir einfach mal schauen, ob's es den Ort Gramlage aus der Folge "Die Drohung" wirklich gibt. Aber auch das Thema Motorrad & Mountainbike als Saisonvorbereitung wird irgendwo seinen Platz finden.

Ich selber werde dieses Jahr natürlich noch etwas fahren. Einerseits Offroad mit der LC4, aber auch die jährliche Nikolaus-Tour zum KTM-Händler, sowie Heilig Abend hoch zum Torfhaus werde ich mir nicht nehmen. Wer hier noch mit möchte, kann mir gern eine E-Mail schicken.

Also vielen Dank für die nette Saison 2009 !

Dienstag, 13. Oktober 2009

Das Saisonende rückt langsam näher

Nach fast 3 Tagen Regen läßt sich grad draussen die Sonne wieder blicken. So ganz spontan ein sehr schöner Herbsttag ... wenn doch diese Kälte nicht wäre. Letztes Wochenende hatte ich die wohl vorletzte Motorrad-Gruppe im Haus. 5 Männer und eine tapfere Frau (Foto) zeigten letzten Samstag, dass sie alles andere als Weicheier sind. Auch der einsetzende Regen konnte sie nicht stoppen. Am Freitag erwarte ich eine Gruppe in ähnlicher Größe mit denen ich dann die Hexen im Harz jagen werde. Die Sonne soll scheinen, aber die Temperaturen werden wohl auch tagsüber die 5°C nicht übersteigen. Werde schon mal meine Winterhandschuhe raussuchen ... M+S Reifen habe ich ja schon drauf :o)